STO erhöht Prognose erneut
17.11.2011 | Depotnews
Im Zuge einer anhaltenden Nachfrage nach Fassadensystemen kann die STO AG in den ersten neun Monaten 2011 überproportional zum Markt wachsen und hebt die Prognosen erneut an.
Der deutschen Baukonjunktur ging es in den letzten Monaten so gut wie lange nicht mehr. Von Januar bis August war ein Zuwachs im deutschen Bauhauptgewerbe um 11,9 % zu verzeichnen. In den Vorjahren waren Steigerungsraten im niedrigen einstelligen Prozentbereich an der Tagesordnung. Aber auch in anderen Regionen der Welt blieb die Nachfrage zuletzt gut, beispielsweise in China oder in Nord- und Osteuropa.
Auslandsgeschäft treibt Wachstum an
Die STO AG konnte in den ersten neun Monaten 2011 Umsatzerlöse in Höhe von 848,7 Mio. Euro erzielen, 12,2 % mehr als noch im Vorjahreszeitraum. Damit lag die Zuwachsrate oberhalb der Marktentwicklung. Auch wenn man Währungs- und Konsolidierungseffekte bereinigt, lag das Wachstum mit 9,9 % noch deutlich im positiven Bereich. Besonders getrieben wurde das Wachstum dabei vom Auslandsgeschäft, wo STO rund die Hälfte aller Umsätze generiert. Der Zuwachs auf dem außerdeutschen Markt lag bei 15,9 %.
Produktseitig waren weiterhin die Fassadensysteme, welche zum Beispiel zur energetischen Sanierung von Gebäudefassaden zum Einsatz kommen. Als eines der marktführenden Unternehmen in diesem Bereich, profitierte die STO AG von der international anhaltend hohen Nachfrage in diesem Bereich.
Rohstoffkosten durch Umsatzwachstum überkompensiert
Auch wenn parallel zum Umsatzwachstum die Kosten für Personal und Material kletterten, konnte STO ein EBIT über dem Vorjahresniveau erwirtschaften. Damit wird deutlich, dass Skaleneffekte greifen. Sogar die steigenden Rohstoffkosten konnten durch das dynamische Umsatzwachstum überkompensiert werden.
Prognosen abermals angehoben
Für das Gesamtjahr 2011 hat das Unternehmen abermals die Prognose angehoben, nachdem bereits zum Halbjahr höhere Erwartungen kommuniziert wurden. Nun erwartet das Unternehmen eine deutliche Umsatzsteigerung um 6-7 % auf etwa 1.050 Mio. Euro (vorher: 5-6%). Auch das EBIT soll zum Jahresende oberhalb des Niveaus von 2010 liegen, als 85,6 Mio. Euro erreicht wurden (vorher: mindestens auf Vorjahresniveau).
Die erneut angehobene Prognose zeigt die zurückhaltende Vorgehensweise des Managements. Bereits in den vergangenen Jahren wurden die Ziele stets konservativ kommuniziert und dann angehoben bzw. übertroffen. Die Aktie konnte sich dank der guten operativen Entwicklung in den vergangenen Wochen gut behaupten und wies eine klar stabilere Entwicklung auf als der Gesamtmarkt.
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