Inflation treibt die Baubranche an
26.10.2011 | Börsennews
Die steigende Inflationsrate in Deutschland, die gute Arbeitsmarktlage und niedrige Zinsen lassen die Baubranche weiter stark wachsen
Mit einer Teuerungsrate von 2,6 % im September lag die Inflationsrate in Deutschland auf dem höchsten Stand seit drei Jahren. Die gute Konjunktur, bei einem gleichzeitig niedrigen Zinsniveau, ist hierbei als wesentliche Kraft zu nennen. Jedoch ist auch zu erwähnen, dass die vergleichsweise hohen Ölpreise ebenfalls einen nicht unerheblichen Anteil am Preisschub beitrugen. Zur gleichen Zeit herrscht in Deutschland eine ausgesprochen gute Arbeitsmarktlage, was die Einkommensverhältnisse stabilisiert und für eine rege Konsumtätigkeit sorgt. Auch das treibt die Preisniveaus nach oben.
Immobilien-Branche profitiert von den positiven Rahmenbedingungen
Die Inflation treibt die Baubranche an, denn die Branche profitiert von den positiven Rahmenbedingungen. Zum Einen sehen sich die Menschen überwiegend in einer komfortablen Beschäftigungssituation mit stabilen Einkommensverhältnissen. Zum Anderen sind die vergleichsweise hohen Inflationsraten, aber auch die latente Unsicherheit der Währung im Zuge der Schuldenkrise, gute Gründe, um in Sachwerte zu investieren. Bei den gleichzeitig niedrigen Zinsen bietet sich daher eine Investition in Immobilien an.
Umsatz im Bauhauptgewerbe steigt um 11,9 %
Vor diesem Hintergrund ist es nicht erstaunlich, dass die deutsche Bauindustrie auf einer fortgesetzten Erfolgswelle reitet. In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe um 11,9 %. Auch die Stimmungslage in der Branche ist so gut wie selten zuvor. Nicht einmal während der guten Baukonjunktur in den Jahren 2006 bis 2008 wurden so positive Einschätzungen zur Geschäftslage abgegeben wie derzeit.
Kongruent zu den oben beschriebenen Einflussfaktoren ist der Haupttreiber der Branche der private Wohnungsbau. Dieser legte in den ersten 9 Monaten 2011 sogar deutlich überproportional um 16,2 % zu. Ähnlich gut ist die Lage im Wirtschaftsbau. Hier wurde von Januar bis September ein Plus von 13,4 % erzielt. Lediglich der öffentliche Bau verliert an Dynamik.
Aber auch die Aussichten sind viel versprechend, denn die Auftragseingänge liegen ebenfalls nach wie vor auf einem hohen Niveau. Allein im August konnte bei den Auftragseingängen im Bauhauptgewerbe ein Plus von 3,7 % erreicht werden. Auf das gesamte bisherige Jahr gesehen kumuliert sich ein Plus von sogar 4,4 %.
Bauaktien weiter attraktiv
Vor diesem Hintergrund bleiben auch Bauaktien weiter attraktiv. Die relativ hohe Inflation treibt die Baubranche an. Zu berücksichtigen ist, dass die hohe Nachfrage auch zu Preissteigerungen bei den Rohstoffen führt, was an den Rohertragsmargen der Unternehmen der Branche zum Halbjahr bereits erkennbar war. Gut positionierte Unternehmen werden jedoch in der Lage sein, die Preissteigerungen an die Kunden weiterzugeben und sollten damit ihre Ergebnisniveaus halten können.
Im Alpha Star Aktienclub sind wir mit den Unternehmen STO AG, Westag & Getalit AG sowie Uzin Utz AG in drei Nebenwerten aus dem Baubereich investiert. Zusammen machen diese derzeit einen Depotanteil von rund 15 % aus. Die Faktenlage spricht aus unserer Sicht weiterhin sehr für eine Übergewichtung der Baubranche, zumal die genannten Unternehmen zu den Marktführern in ihren jeweiligen Bereichen gehören.
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