Bauwirtschaft schwächt sich ab
13.02.2012 | Börsennews
Bereits im November 2011 haben wir uns im Alpha Star-Depot von Bauwerten getrennt. Aktuelle Zahlen belegen, dass diese Entscheidung richtig war.
Um an der Börse erfolgreich zu agieren, ist es wichtig die richtigen Titel zur richtigen Zeit zu besitzen. Aber mindestens genauso wichtig ist es, die richtigen Titel zur richtigen Zeit zu verkaufen. Denn, wenn die Kurse einmal nach unten gehen, sollte man besser nicht mehr investiert sein. Das sichert Rendite.
Zeichen richtig deuten
Das ist sicherlich leichter gesagt als getan, aber wenn man die Zeichen der Zeit erkennt, hat man einen entscheidenden Vorteil. Ein Beispiel hierfür ist unser Investment in die Westag & Getalit AG, welches wir im November 2011 verkauft haben. Hintergrund der Verkaufsentscheidung waren etwas schwächere Zahlen für das dritte Quartal, als wir uns dies vorgestellt hatten.
Zudem haben die aktuellen Zahlen der Bauwirtschaft gezeigt, dass nach den guten Quartalen zuvor eine leichte Eintrübung der Aktivität einkehrt. Zuvor erlebte die Bauwirtschaft, insbesondere der Hochbau, auf Grund der niedrigen Zinsen, der stabilen Arbeitsmarktsituation sowie der schwelenden Inflationsangst einen Aufschwung den es in dieser Form seit mehreren Jahren nicht mehr gegeben hat.
Viertes Quartal enttäuscht
Die Entwicklung bestätigte sich. Im Oktober sanken die Auftragseingänge im deutschen Bauhauptgewerbe um 15,3 % gegenüber dem September. Im November lag der Rückgang noch einmal bei 1,9 % gegenüber dem Oktober.
Hinzu kommt, dass die Rohstoffpreise stark angezogen sind. Das belastete bei vielen Bauunternehmen schon in den ersten neun Monaten 2011 die Ergebnisse. So auch bei der Westag & Getalit AG. Im vierten Quartal verbuchte das Unternehmen einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr um 2,9 %.
Das Vorsteuerergebnis fiel sogar noch stärker und lag mit 2,9 Mio. Euro sogar um rund 50 % unterhalb dem Vorjahresniveau. Auch auf Ganzjahressicht ist ein Rückgang des Ergebnisses um 3,3 % so nicht zu vermeiden gewesen. Der schwächere Umsatz, gepaart mit den hohen Rohstoffkosten, hat zu dieser Situation geführt.
Neben der Westag & Getalit AG hatten wir uns im November auch von der Uzin Utz AG getrennt. Die Gründe waren die gleichen. Beide Transaktionen sind auch im Nachhinein als positiv zu werten, denn keine der Aktien konnte seither zulegen, sondern notieren sogar leicht unter unseren Ausstiegskursen.
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